Was ist der Unterschied zwischen „gegart“ und „gekocht“ im Nährwertrechner?
Die Daten des Nährwertrechners entstammen im Wesentlichen dem Bundeslebensmittelschlüssel, kurz BLS. Dort haben die Begriffe „gegart“ und „gekocht“ nicht genau dieselbe Bedeutung. Das ist wichtig, weil sich Nährwerte je nach Zubereitungsart verändern können.
„Gekocht“ bedeutet, dass ein Lebensmittel in Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gegart wurde. Typische Beispiele sind gekochte Kartoffeln, gekochte Teigwaren oder Gemüse, das in kochendem Wasser zubereitet wird. Der Begriff beschreibt also eine ganz bestimmte Art der Zubereitung.
„Gegart“ ist dagegen allgemeiner. Damit ist gemeint, dass ein Lebensmittel durch Hitze zubereitet wurde, ohne dass die genaue Methode immer näher beschrieben wird. Ein Lebensmittel kann also gegart sein, ohne dass ausdrücklich gesagt wird, ob es gekocht, gedünstet, pochiert oder auf andere Weise erhitzt wurde. Ein Beispiel dafür ist Chinakohl frisch gegart.
Der Unterschied ist deshalb einfach erklärt: „gekocht“ ist eine konkrete Gartechnik, während „gegart“ eher ein allgemeiner Oberbegriff für erhitzte Lebensmittel ist.
Für den Nährwertrechner ist das deshalb relevant, weil die Nährwerte eines Lebensmittels davon abhängen können, wie es zubereitet wurde. Beim Kochen in Wasser können zum Beispiel wasserlösliche Vitamine teilweise verloren gehen. Auch das Gewicht eines Lebensmittels kann sich durch die Zubereitung verändern, etwa weil es Wasser aufnimmt oder abgibt. Dadurch unterscheiden sich die Nährwerte von rohen, gekochten oder anders gegarten Lebensmitteln zum Teil deutlich.
Wenn Du im Nährwertrechner also ein Lebensmittel mit der Angabe „gekocht“ findest, ist damit in der Regel das Garen in Flüssigkeit gemeint. Wenn stattdessen „gegart“ angegeben ist, handelt es sich um eine allgemeinere Bezeichnung für ein erhitztes Lebensmittel.