In einfacher Sprache ...
Osteoporose bedeutet: Die Knochen werden mit der Zeit schwächer. Viele sagen dazu auch „Knochenschwund“. Wenn die Knochen schwächer sind, können sie schneller brechen – manchmal schon nach einem kleinen Sturz. (DVO Leitlinie Osteoporose 2023)
Was passiert im Körper?
Knochen wachsen und verändern sich immer wieder. Der Körper baut alte Teile ab und macht neue Teile dazu. Bei Osteoporose baut der Körper aber zu viel ab und macht zu wenig neu. Dann werden die Knochen dünner und nicht mehr so stabil. (NCBI)
Woran kann man es merken?
Oft merkt man Osteoporose am Anfang gar nicht. Es tut nicht unbedingt weh. Manchmal fällt es erst auf, wenn etwas passiert, zum Beispiel:
- Ein Knochen bricht, zum Beispiel am Rücken, an der Hüfte oder am Handgelenk.
- Man wird mit der Zeit kleiner oder bekommt einen runden Rücken.
- Man hat Rückenschmerzen, weil kleine Knochen im Rücken kaputtgehen.
Wie finden Ärztinnen und Ärzte das heraus?
Es gibt eine Untersuchung, bei der man misst, wie fest die Knochen sind. Das heißt Knochendichtemessung (DXA). Dabei wird oft ein Wert gemessen, der T-Score heißt. (DocCheck Flexikon)
Ärztinnen und Ärzte schauen auch, ob jemand Dinge hat, die Osteoporose wahrscheinlicher machen, zum Beispiel bestimmte Krankheiten oder Medikamente. (DVO Leitlinie Osteoporose 2023)
Wer bekommt es eher?
Manche Menschen haben ein größeres Risiko. Zum Beispiel:
- Ältere Menschen
- Viele Frauen nach den Wechseljahren
- Menschen, die sich wenig bewegen
- Menschen, die rauchen oder oft Alkohol trinken
- Menschen, die sehr dünn sind
- Menschen, die lange ein starkes Medikament mit „Kortison“ nehmen müssen
Was hilft?
Ja, man kann etwas tun. Das Ziel ist: Knochen stärken und Stürze vermeiden. Zum Beispiel:
- Bewegen und Übungen machen, die Muskeln und Gleichgewicht trainieren
- Genug Calcium (zum Beispiel in Milchprodukten) und genug Vitamin D (Sonne und Nahrung)
- Nicht rauchen und Alkohol nur wenig
- Zu Hause Stolperfallen wegmachen (zum Beispiel lose Teppiche)
Manchmal brauchen Menschen auch Medikamente, damit Knochen nicht so leicht brechen. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. (NCBI)
Wann sollte man es checken lassen?
Es ist gut, mit einer Ärztin oder einem Arzt zu sprechen, wenn:
- ein Knochen schon nach einem kleinen Sturz gebrochen ist
- man merkt, dass man kleiner wird oder der Rücken runder wird
- man lange Kortison nehmen muss
- mehrere Risikofaktoren zusammenkommen
Osteoporose (umgangssprachlich „Knochenschwund“) ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der Knochenmasse abnimmt und sich die innere Knochenstruktur (Mikroarchitektur) verschlechtert. Dadurch werden Knochen brüchiger („fragiler“) – und das Risiko für Knochenbrüche schon bei kleinen Belastungen oder Stürzen steigt. (DVO Leitlinie Osteoporose 2023)
Was passiert dabei im Körper?
Knochen ist kein „totes Material“, sondern wird ständig umgebaut: alter Knochen wird abgebaut und neuer aufgebaut. Bei Osteoporose überwiegt (über längere Zeit) der Abbau – die Knochen werden poröser und weniger belastbar. (NCBI)
Woran merkt man Osteoporose?
Osteoporose macht oft lange keine Schmerzen und bleibt unbemerkt – häufig fällt sie erst auf durch:
- Brüche (typisch: Wirbelkörper, Hüfte, Handgelenk)
- Größenverlust, Rundrücken („Witwenbuckel“)
- Rückenschmerzen nach Wirbelkörper-Einbrüchen (nicht immer sofort eindeutig) (NCBI)
Wie wird sie festgestellt?
Die wichtigste Untersuchung ist die Knochendichtemessung (DXA). Häufig wird dabei ein T-Score angegeben. Die WHO-Definition wird oft „operational“ so beschrieben, dass Osteoporose bei einem T-Score = -2,5 (im passenden klinischen Kontext) vorliegt. (DocCheck Flexikon)
Ärztlich wird zusätzlich geprüft, ob Risikofaktoren oder Vorbrüche vorliegen und ob es Hinweise auf eine sekundäre Ursache gibt (z. B. bestimmte Erkrankungen oder Medikamente). (DVO Leitlinie Osteoporose 2023)
Wer hat ein erhöhtes Risiko?
Häufige Risikofaktoren sind:
- Höheres Alter, weibliches Geschlecht, Wechseljahre (Östrogenabfall)
- Familiäre Veranlagung
- Bewegungsmangel
- Rauchen, viel Alkohol
- Untergewicht
- Bestimmte Medikamente (z. B. längerfristige Kortison-/Glukokortikoid-Therapie) und manche Grunderkrankungen (Robert Koch-Institut)
Kann man vorbeugen / behandeln?
Ja. Ziele sind: Frakturen verhindern, Knochen stabilisieren, Sturzrisiko senken. Typische Bausteine:
- Kraft- und Balance-Training (regelmäßig), alltagstaugliche Bewegung
- Ausreichend Calcium und Vitamin D (über Ernährung/Sonne bzw. nach ärztlicher Abklärung)
- Rauchstopp, Alkohol reduzieren
- Sturzprophylaxe (Seh-/Hörcheck, Wohnumfeld sichern, ggf. Physio) (NCBI)
Wenn das Frakturrisiko erhöht ist, können Medikamente das Bruchrisiko senken (Auswahl hängt vom individuellen Risiko, Vorerkrankungen und Verträglichkeit ab). (NCBI)
Wann lohnt sich ein Check?
Sprich mit deiner Ärztin/deinem Arzt, wenn du z. B.:
- schon einen Bruch nach leichtem Sturz hattest,
- deutlich kleiner geworden bist oder einen neuen Rundrücken bemerkst,
- langfristig Kortison nehmen musst,
- mehrere Risikofaktoren hast. (Robert Koch-Institut)