Molybdän

Vorkommen

Der Gehalt an Molybdän in Nahrungsmitteln hängt bei pflanzlichen Lebensmitteln im Wesentlichen vom Molybdän-Gehalt des Bodens ab, auf dem die Nahrung produziert wird und bei tierischen Produkten vom Molybdän-Gehalt des Tierfutters.

Es ist daher nicht möglich, den Molybdän-Gehalt eines bestimmten Nahrungsmittels in der Art „Nahrungsmittel XY enthält 50 µg Molybdän pro 100 g“ anzugeben.

Der Molybdän-Bedarf lässt sich normalerweise über den Verzehr von Hülsenfrüchten ausreichend decken.

Bedeutung für den Stoffwechsel

Molybdän ist wichtig für unseren Körper, weil es als Bestandteil einiger Enzyme (Proteine, die chemische Reaktionen im Körper ermöglichen) dabei hilft, bestimmte Stoffe abzubauen oder umzuwandeln. Zum Beispiel ist es beteiligt am Abbau von bestimmten Abfallstoffen, die beim Abbau von Proteinen und DNA entstehen. Außerdem spielt es eine Rolle bei der Energieproduktion und dem Stoffwechsel von Schwefel und Eisen.

Tagesbedarf?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Jugendliche und Erwachsene eine tägliche Aufnahme von etwa 50 bis 100 Mikrogramm Molybdän. Diese Menge reicht normalerweise aus, um den Körper mit allem zu versorgen, was er braucht.

Mangel

Ein Molybdänmangel ist sehr selten, weil es in vielen Lebensmitteln enthalten ist und der Körper nur wenig davon braucht. Falls es aber doch zu einem Mangel kommt, könnte das dazu führen, dass der Körper Schwierigkeiten hat, bestimmte Abfallstoffe abzubauen. Das kann langfristig zu Gesundheitsproblemen führen, weil Abfallstoffe dann im Körper bleiben und sich ansammeln können.

Überdosierung

Sehr hohe Mengen Molybdän sind ebenfalls selten, aber wenn man über 10–15 Milligramm pro Tag aufnimmt, könnte das zu Problemen führen. Solche Mengen könnten Gicht-ähnliche Symptome wie Gelenkschmerzen auslösen, da der Körper Schwierigkeiten hat, Harnsäure richtig abzubauen. Auch Leberprobleme sind in solchen Fällen möglich. Normalerweise kommt das aber nur vor, wenn man in einer Gegend lebt, in der der Boden sehr viel Molybdän enthält und Pflanzen diese Mengen aufnehmen.

Welche Lebensmittel enthalten Molybdän?

Molybdän findet man vor allem in Hülsenfrüchten, also in Erbsen, Linsen und Bohnen. Es kommt auch in Getreide wie Hafer, Weizen und Gerste vor. Durch eine ausgewogene Ernährung mit diesen Lebensmitteln kann man den täglichen Bedarf leicht decken, ohne dass man sich Sorgen um Mängel machen muss.

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